Das Ziel, das sich die zukunftsorientiertesten Metropolen der Welt gesetzt haben, ist es, „naturpositiv“ zu werden – also Orte, die nicht nur Schäden an der Natur begrenzen, sondern ihr Raum, Funktionen und Biodiversität zurückgeben. London will 40 Kilometer Flüsse und Bäche renaturieren, Kopenhagen strebt an, dass 20 % der Stadtfläche von Bäumen bedeckt sind, und Paris hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 eine Bestandsaufnahme der Biodiversität auf dem gesamten Stadtgebiet abzuschließen. Diese Ziele stehen im Einklang mit dem vom Weltwirtschaftsforum vorgeschlagenen Rahmenkonzept, das den Übergang der Städte zu „Nature Positive“-Modellen begleiten soll.
Eines der größten Hindernisse für die städtische Artenvielfalt ist jedoch die große Menge an undurchlässigem Boden, die unsere Städte prägt: Asphalt, Beton, Pflasterungen, die weder Wasser noch Wurzeln durchlassen. Jedes Mal, wenn eine Grünfläche asphaltiert wird, um Platz für einen Parkplatz zu schaffen, geht ein Stück des städtischen Ökosystems verloren.
Aber wie lassen sich Städte in echte städtische Dschungel verwandeln? Eine Antwort könnte darin bestehen, die Technologie zur Verstärkung befahrbarer Grünflächen einzusetzen. Die Grundidee ist einfach: Anstatt den Boden zu versiegeln, wird der Untergrund stabilisiert, wobei die Grasdecke erhalten bleibt, die lebendig, verwurzelt und funktionsfähig bleibt. Das Ergebnis ist eine Fläche, die das Gewicht von Fahrzeugen trägt, ohne zu Asphalt zu werden.
Tenax hat zwei Produkte entwickelt, die für unterschiedliche Situationen konzipiert sind, aber dasselbe Ziel verfolgen. Tenax TR ist ein Netz mit rautenförmigen Maschen aus hochdichtem Polyethylen (HDPE), das leicht und äußerst flexibel ist. Seine Struktur gewährleistet eine effektive Verankerung der Wurzeln und erhöht die Reißfestigkeit des Rasens unter Fahrzeug- oder Fußgängerbelastung. Es eignet sich besonders für bereits begrünte Flächen (bestehende Rasenparkplätze, begrünte Zufahrtswege, Bereiche für temporäre Veranstaltungen wie Messen oder Konzerte), bei denen ein bereits vorhandener Rasen geschützt und verstärkt werden soll, ohne den Untergrund zu beeinträchtigen.
Das Netz Tenax GP Flex ist hingegen die Lösung für anspruchsvollere Fälle: Bereiche mit weichem Untergrund, lehmigen oder sandigen Böden, die nicht ausreichend verdichtet sind, sowie Flächen, die einem intensiveren oder kontinuierlichen Verkehr standhalten müssen. Hergestellt durch die Coextrusion zweier Polymere (HDPE für die Struktur und EVA zur Erhöhung der Traktion und zur Verringerung des Rutschens von Fahrzeugen) gewährleistet sein „geschwungenes“ Netz Ebenheit und Flexibilität bei der Verlegung. Das Produkt ist chemisch und biologisch völlig inert, was bedeutet, dass es die normalen biologischen Funktionen des Bodens nicht beeinträchtigt – ein Aspekt, der im Zusammenhang mit Ökosystemen keineswegs nebensächlich ist.
Der interessanteste Aspekt dieser Lösungen aus einer „Nature-Positive“-Perspektive ist, dass sie sich nicht darauf beschränken, ein technisches Problem zu lösen, sondern den Boden lebendig erhalten. Eine verstärkte Rasenfläche ist kein Kunstrasen: Es handelt sich um eine echte Rasenfläche mit echten Wurzeln, die Regenwasser zurückhält, Mikroorganismen beherbergt, Lebensraum für bestäubende Insekten bietet und dazu beiträgt, den Wärmeinseleffekt zu verringern. Im Vergleich zu einem undurchlässigen Belag leistet er all dies, während er gleichzeitig dieselbe praktische Funktion erfüllt. Die Verstärkung einer Rasenfläche anstelle ihrer Asphaltierung entspricht voll und ganz der von den Vereinten Nationen geförderten „Nature-Positive“-Strategie: eine naturbasierte, ortsspezifische Maßnahme, die zwar nicht auf Funktionalität verzichtet, aber das Ökosystem nicht opfert, um diese zu erreichen.